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Faszinierend durch Brasilien: Natur, Kultur und unvergessliche Momente

Von der lebendigen Copacabana bis tief in den Amazonas: Auf meiner Reise durch Brasilien erlebte ich atemberaubende Natur, spanende Kultur und unvergessliche Abenteuer. Spektakuläre Ausblicke auf Rio, die gewaltigen Iguazú-Wasserfälle und das Abenteuer im Regenwald machten diese Reise einzigartig.  Den perfekten Abschluss bildeten entspannte Tage an den unberührten Stränden von Imbassaí – ein perfekter Mix aus Entdeckung, Genuss und Erholung.

Nach einem langen Flug von Zürich nach Rio kam ich spät an und fiel direkt ins Bett. Wegen des Jetlags war ich jedoch früh wach und nutzte die Zeit für einen entspannten Spaziergang an der berühmten Copacabana. Alleine unterwegs fühlte ich mich sicher und genoss die ruhige Morgenstimmung. Anschliessend stärkte ich mich am reichhaltigen Frühstücksbuffet, bevor sich um 9 Uhr die Gruppe traf. Die meisten kannten sich bereits, doch ich wurde herzlich aufgenommen. Auch unser Reiseleiter Alex war sofort sympathisch.

Unser erster Programmpunkt war der Zuckerhut, ein echtes Meisterwerk der Ingenieurskunst. Mit der Seilbahn ging es hinauf, wo uns ein atemberaubender Blick über Rio erwartete. Danach besuchten wir die eindrucksvolle Kathedrale São Sebastiã. Von aussen unscheinbar, beeindruckte sie innen mit riesigen bunten Glasfenstern.

Ein weiteres Highlight waren die farbenfrohen Treppen und das Künstlerviertel Santa Teresa, wo Alex uns mit einer Runde Caipirinhas überraschte, perfekt, um die Gruppe besser kennenzulernen. Am Nachmittag erkundeten wir die Stadt im offenen „Samba Bus“. Die Fahrt war zwar wegen des Verkehrs länger als geplant, bot aber eine tolle Perspektive auf Rio.

Nach einem ereignisreichen Tag voller Eindrücke, Geschichte und Genuss liessen wir den Abend bei einem köstlichen Essen mit der traditionellen Feijoada gemütlich ausklingen.

Am letzten vollen Tag in Rio erwarteten uns noch einmal zwei absolute Highlights. Am Vormittag ging es auf den Corcovado, den berühmten Berg mit der imposanten Christusstatue. Mit der historischen Zahnradbahn fuhren wir durch den dichten Tijuca-Regenwald hinauf auf 710 Meter. Oben angekommen wurden wir mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Bei Sonnenschein und starkem Wind bot sich uns ein spektakulärer Blick über die ganze Stadt, von der Copacabana bis nach Ipanema. Die riesige Statue des Cristo Redentor, mit ihren weit ausgebreiteten Armen, wirkte dabei noch eindrucksvoller.

Am Nachmittag tauchten wir tiefer in die Natur ein und besuchten den Tijuca-Nationalpark. Der Regenwald beeindruckte mit seiner Vielfalt und spannenden Geschichte. Während eines Spaziergangs entdeckten wir verschiedene Aussichtspunkte und den schönen Wasserfall Cascatinha. Das kühlere, windige Wetter verlieh dem dichten Urwald eine ganz besondere Atmosphäre.

Den gelungenen Abschluss dieses erlebnisreichen Tages bildete ein traditionelles Churrasco. Bei köstlichem brasilianischem Grillfleisch liessen wir die vielen Eindrücke unserer Zeit in Rio de Janeiro noch einmal gemeinsam Revue passieren.

Zunächst stand ein Flugtag an, bevor wir in Foz do Iguaçu ankamen. Den restlichen Tag nutzten wir, um das kleine Städtchen auf eigene Faust zu erkunden und erste Eindrücke zu sammeln. Am nächsten Morgen hiess es dann früh aufstehen, um Hitze und Andrang zu vermeiden.

Nach dem Frühstück fuhren wir über die Grenze nach Argentinien in den Nationalpark Iguazú. Mit einem kleinen Zug gelangten wir zu den beeindruckenden Stegen, die uns ganz nah an die gewaltigen Wasserfälle führten.

Die Iguazú-Wasserfälle sind ein echtes Naturwunder. Auf fast drei Kilometern erstrecken sich zahlreiche Kaskaden, deren Wassermassen mit unglaublicher Kraft in die Tiefe stürzen. Am Nachmittag besuchten wir noch das Drei-Länder-Eck, bevor wir nach etwas längerer Grenzüberquerung zurück nach Brasilien ins Hotel kehrten.

Am nächsten Tag erkundeten wir die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle. Wir wanderten durch den Nationalpark entlang der Aussichtspunkte. Der Weg führte uns nah an die gewaltigen Wassermassen heran, begleitet von neugierigen Nasenbären. Die Bedingungen waren ideal, viel Wasser, aber klare Sicht perfekt, um die beeindruckende Natur in vollen Zügen zu geniessen.

Gegen Mittag hiess es Abschied nehmen, denn die Reise ging weiter. Über São Paulo flogen wir am Abend nach Manaus, wo wir spät ankamen. Die Stadt mitten im Amazonasgebiet bildet den Ausgangspunkt für unser nächstes Abenteuer im Regenwald.

Um 8 Uhr startete unser Amazonas-Abenteuer mit Guide Eduard. Die Anreise zur Lodge war etwas abenteuerlich, ein überfüllter Bus, mehrfaches Kofferschleppen und zunächst ein sehr voll beladenes Schnellboot.

Unterwegs erlebten wir das beeindruckende «Meeting of the Waters», wo der dunkle Rio Negro und der helle Rio Solimões kilometerlang nebeneinander fliessen, ohne sich zu vermischen, ein faszinierendes Naturschauspiel

Nach weiteren Transfers erreichten wir gegen Mittag die Amazon Turtle Lodge, eine einfache, aber wunderschön gelegene Unterkunft mitten im Grünen. Die Umgebung mit viel Wasser, dichter Natur und wenigen Strassen vermittelte sofort echtes Amazonas-Feeling.

Am Nachmittag machte uns starker Regen einen Strich durch die geplante Exkursion. Stattdessen verbrachten wir die Zeit gemütlich in der Lodge. Nach dem Abendessen ging es früh ins Bett, weil am nächsten Morgen bereits der Sonnenaufgang auf dem Programm stand.

Nach dem regnerischen Vortag begann der neue Tag ruhig und trocken. Bereits um 5:30 Uhr machten sich die Frühaufsteher auf den Weg zur Sonnenaufgangstour. Die Fahrt im Boot war von einer besonderen Stille geprägt, die wir sehr genossen. Zwar blieb die Sonne wegen der dichten Wolken verborgen, doch die Beobachtung zahlreicher Vögel machte den Ausflug dennoch lohnenswert.

Nach dem Frühstück, das für diese abgelegene Lage sehr gut war, starteten wir zu einer ausgedehnten Wanderung durch den Urwald. Unser Guide Eduard beeindruckte mit seinem umfangreichen Wissen über Pflanzen, Tiere und sogar Heilmittel aus dem Dschungel. Die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit machten die Tour allerdings anstrengend, sodass wir nach rund drei Stunden froh waren, wieder in der Lodge anzukommen.

Am Nachmittag stand Piranha-Fischen auf dem Programm, was für viel Spass sorgte. Die Fische bissen regelmässig an, auch wenn sie eher klein waren. Anschliessend besuchten wir eine Floating Bar, bevor ein erneuter tropischer Regenschauer einsetzte. Die geplante Kaiman-Suche musste abgebrochen werden und wir kehrten völlig durchnässt zur Lodge zurück. Trotz allem halfen wir uns in der Gruppe gegenseitig aus und liehen einander Kleidung, da wir nur wenig Gepäck in den Amazonas mitgenommen hatten. Beim Abendessen wurden bereits die ersten Geschichten des abenteuerlichen Tages ausgetauscht.

Am nächsten Morgen besuchten wir eine einheimische Caboclo-Familie, um mehr über das Leben im Regenwald, ihre Bräuche und ihre Kultur zu erfahren. Dabei lernten wir auch ihre Verbindung zu den frühen portugiesischen Siedlern sowie zu den indigenen Völkern des Amazonasgebietes kennen. Kurz nach dem Mittagessen traten wir die Rückreise nach Manaus an.

Zurück in Manaus bezogen wir erneut unser Hotel und nutzten den Abend für ein gemeinsames Abendessen in der Stadt. Die lebendige Atmosphäre und der Anblick des beeindruckenden Teatro Amazonas bildeten einen schönen Abschluss. Gleichzeitig fiel uns der Abschied nicht leicht, denn wir mussten uns von vier Reiseteilnehmenden verabschieden. Sie setzten ihre Reise mit einer Verlängerung im Pantanal fort, während der Rest der Gruppe weiter nach Imbassaí reiste.

Schon bei der Ankunft in Imbassaí war ich von der entspannten Atmosphäre und der unberührten Natur fasziniert. Das Dorf liegt zwischen Atlantik und Flusslandschaft an der Linha Verde. Besonders beeindruckend waren die endlosen, oft menschenleeren Strände und die besondere Kombination aus Meer und Fluss. Da Imbassaí Teil eines Naturschutzgebietes ist, wirkt alles sehr ursprünglich. Auch die kleinen, authentischen Restaurants haben mir gefallen. Baden war im November wegen Wind und starkem Wellengang jedoch nur eingeschränkt möglich.

An einem Tag schlenderten wir durch die historische Altstadt von Salvador, den Pelourinho. Dabei erfuhren wir viel Interessantes über die Stadt und ihre Geschichte. Während unseres Aufenthalts erkundeten wir die bunten Gassen, bewunderten die koloniale Architektur und erlebten die lebendige Kultur hautnah. Dieser Programmpunkt war ein optionaler Ausflug, an dem wir teilgenommen haben.

Dominique Hitz

Dominique Hitz, Reiseexpertin & Flugdisponentin bei Vögele Reisen, war im November 2025 auf unserer Brasilien Rundreise.

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